Entwicklung vs. Veränderung

Entwicklung vs. Veränderung

 

In den vergangenen Tagen haben wir über einen Aussagesatz in meiner Profilbeschreibung nachgedacht. Mit allem was mir wichtig ist und was mich und mein Leben beschreibt, lautete er schließlich wie folgt: „Entwicklung ist dabei sein oberstes Gebot, Stillstand ist ihm ein Gräuel!“

Gleichzeitig ist mir jedoch Veränderung in meinem Leben ein Gräuel. Diese Erkenntnis hat mich ein paar schlaflos Nächte gekostet, da ich mich fragte, ob das nicht ein absoluter Widerspruch ist bzw. wie das zusammenpassen kann. Nach diesen besagten schlaflosen Nächten, mit einigen Überlegungen, war mir die Erklärung dafür doch sehr einfach. Entwicklung kommt meist von innen heraus und strebt nach eigener Erweiterung oder in seine eigene Natürlichkeit zurück. Im Gegensatz zu Veränderungen, welche meist bevorstehen, wenn sich Umstände jeglicher Art ändern und unfreiwillige Anpassungen notwendig sind.

 

 

Der Eine oder Andere scheitert auf seinem Weg der Veränderung und steigt aus, aus Beziehungen, aus Arbeitsverhältnissen, aus seiner Gesundheit, manche sogar aus dem Leben. Warum aber scheitert der Eine und der Andere nicht? Unabhängig davon, dass eine dynamische Einstellung im Leben wirklich vorteilhaft und erstrebenswert ist, um Veränderungen besser zu verkraften, bedarf es Unmengen an eigenen Ressourcen – Energie. Eben genau das ist der Schlüssel zu positiven Veränderungen, sprich zu Entwicklungen. Es müssen also zuerst Ressourcen entwickelt werden, um sich von der jeweiligen momentanen Position wegbewegen zu können.

Wenn wir hier zum Beispiel einen stark belasteten Arbeitnehmer annehmen, der schon lange Zeit keine Ressourcen mehr aufweisen kann, wird es ihm schwer gelingen, starke betriebliche Veränderungen zu stemmen. Der Druck von Vorgesetzten, dass man z.B. wirtschaftlicher arbeitet, wird dazu führen, dass der bereits ausgebrannte Arbeitnehmer erkrankt, der Krankenstand steigt und sich das Unternehmen noch unwirtschaftlicher entwickelt. Ein gutes und bewährtes Mittel, um dieser Abwärtsspirale zu entkommen, entstammt unserem Konzept und ist so simple wie genial: Gemeinsam mit den Mitarbeitern neue Ressourcen schaffen, welche durch die eigene Selbsterkenntnis des Mitarbeiters entsteht, ein Augenöffnen seiner eigenen individuellen Baustellen, um daraus Handlungsstrategien zu entwickeln, die die Leistungsfähigkeit steigert, welche die nötige Veränderung und damit die Entwicklung zulässt.

 

 

In meinen Trainings setze ich dieses Konzept schon seit Jahren erfolgreich ein. Das Schaffen von Ressourcen und die Hilfe zur Selbstentwicklung. Brechen wir dieses Ergebnis auf ein ganzes Unternehmen oder eine Organisation um, lässt sich schon erahnen, welche Unmengen an Ressourcen hier geschaffen und in der Folge als Energie freigesetzt werden können, um eine reelle betriebliche Weiterentwicklung zu generieren. Zusammengefasst bedeutet das, dass Veränderung von oben bestimmt werden, dieser Druck wirkt sich jedoch schädigend und ressourcenverschwendend aus. Beginnen sollte die Entwicklung bei der Schaffung von Ressourcen, durch die individuelle Unterstützung des Einzelnen, dann erst findet Wohlbefinden statt, die Leistungsfähigkeit wird erhöht, denn nur aus der Summe zufriedener und gesunder Menschen/ Mitarbeiter resultiert Entwicklung für das gesamte Unternehmen.

Als Fazit kann ich weiter behaupten, dass mir Veränderungen ein Gräuel bleiben werden und auch, dass ich es liebe mich und andere, wenn sie dies wünschen, zu entwickeln.

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