Plötzlich schlägt es an – der Ernährungswandel

Wer mich kennt oder zumindest meinen Erfahrungsbericht, der weiß, dass ich am Anfang keinen Glauben in die Sache hatte. Keinen Glauben daran, dass ich meine Situation verbessern könnte und mein einzigen Ausweg sah ich in einer OP bzw. einem Magenband.

In den ersten Wochen lag der Fokus auf den Ernährungsprotokollen die ich ausfüllen sollte und nach ca. 3 Wochen haben wir die dann besprochen.

Dabei war eines klar, oft habe ich nur aus Gewohnheit oder Langeweile gegessen, ein Hunger- oder Sättigungsgefühl gab es bei mir nicht.

Für den Anfang ging es erstmal darum kleine Schritte zu machen und die hat mir Markus sehr angenehm gemacht. Er schaffte eine entspannte Atmosphäre zwischen uns und anstatt mir Pflichten oder Verbote aufzulegen bot er mir in Bezug auf die Ernährung Ideen und Möglichkeiten als Alternative zu meinen herkömmlichen Essgewohnheiten an.

Es war also eher ein Umtauschen von Nahrungsmitteln anstatt ein Weglassen. Man kann auch nicht von jetzt auf gleich los sprinten oder die Ernährung radikal umstellen, besonders nicht bei meinem damalig hohen Energiebedarf.

Damals dachte ich mir: Was soll’s, schlimmer kann es nicht werden, also lasse ich mich einfach auf seinen Vorschlag ein.

Zum Beispiel habe ich auf seinen Rat hin den Energy-Drink am Abend gegen ein anderes Getränk getauscht oder zuckerhaltigen Getränke gegen Obst um mein Energietief am Morgen auszugleichen.

Früher war ich ständig mit den Gedanken um das Essen beschäftigt, jetzt hat es nicht mehr so einen hohen Stellenwert, mittlerweile habe ich auch wieder ein Sättigungs- und Hungergefühl.

Am Anfang war dieses „Austauschen von Lebensmitteln“ sehr schwierig, aber nach ca. 10 Tagen hat sich mein Körper darauf eingestellt. Plötzlich war mein Energietief weg und langsam stellten sich bei mir Automatismen ein, z. B. habe ich ganz automatisch bei meiner Zwischenmahlzeit eher zu Obst gegriffen.

Bei mir gab es keinen bestimmten Moment wo man sagen könnte: „Jetzt hat es Klick gemacht“. Es war eher ganz plötzlich und überraschend, dass ich auf einmal festgestellt habe: Es funktioniert ja doch – Ich nehme ab!

Aber dafür hat es bei mir was die OP angeht „Klick“ gemacht, denn die brauche ich jetzt bestimmt nicht mehr. Ich bin froh, dass ich mir die Risiken der OP sparen kann und es ganz auf natürliche Weise schaffe. Nach den ersten 10-12 Wochen habe ich 22 Kg verloren, da war ich bereits sehr überrascht und vor einer Weile war ich sogar bei insg. 44 Kg weniger auf der Waage. Allein die Ernährung hat bei mir sehr viel ausgemacht und die kleinen Hilfestellungen am Anfang waren für mich sehr hilfreich um die Pfunde ins „Rollen“ zu bringen.

Comment 1

  1. Carola
    11. März 2018

    Ich bin sehr stolz auf Dich – mach genauso weiter

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