„Abenteuerland“

Ein Kurzbericht über den Funny Trail vom 07.10.2018

Alle diejenigen, denen die Theorien der Workshops „Ausdauer und Bewegung“ nicht ausreichten, hatten am Sonntag, 07.10.2018, beim Funny Trail für Einsteiger die Möglichkeit diese umzusetzen und am eigenen Leib zu spüren. So viel sei gesagt, ich habs gespürt! Ich konnte quasi mein sportliches Wochenende beginnend am Samstag, 06.10.18 mit dem Workshop „Bewegung“ und abschließend mit dem Funny Trail perfekt abrunden.

Es war mein erstes Mal! Zugegeben, mein Wille mich an meine körperlichen Grenzen zu bringen ist nicht sonderlich stark ausgeprägt. Beim Kauf eines Paar Schuhe, die ich eigentlich nicht brauche, sieht das schon ganz anders aus. Nun gut, alle meine Argumente (z. B. dass ich keine Läuferin bin und nicht mithalten kann, andere ausbremse, Knie-und Rückenprobleme etc.), die gegen eine Teilnahme sprachen, wurden von Markus mit einem Gegenargument niedergemacht. Wer Markus kennt, weiß was ich meine… Auf der einen Seite reizte es mich herauszufinden, ob Trail Running was für mich sein kann, und die andere Seite hatte trotz der guten Zusprache von Markus große Bedenken.

Aber Mut zur Lücke, Augen zu und durch, schließlich muss man ja mal über seinen Schatten springen und aus seiner Haut schlüpfen. Also raffte ich mich auf bei 6Grad Außentemperatur und grauem, tristen Himmel. Ich hatte ja ohnehin nix besseres vor, außer vielleicht eine Verabredung mit meinem Sofa. Glücklicherweise begleitete mich meine liebe Freundin und wir schafften es irgendwie, uns gegenseitig zu motivieren. Ja, was soll ich sagen, ich bin noch immer völlig sprachlos, auch wenn ich es nicht glaubte, Markus hat nicht zu viel versprochen, im Gegenteil. Irgendwie gelang es mir durchzuhalten, was mir zuvor wirklich schier unmöglich erschien. Bei einer Streckenlänge von knapp 6km und ca. -/+115 Höhenmeter wurde die Luft zwar manchmal knapp, aber mein Knie und mein Rücken machten keine Probleme, meine Faszien (über deren Funktion wurde ich tags zuvor aufgeklärt) funktionieren also. Ich will bezüglich der Strecke gar nicht zu sehr ins Detail gehen, daran erinnere ich mich auch kaum noch. Aber das Erlebnis als solches wird mir im Gedächtnis bleiben, ich kam an meine Grenzen und hab diese überwunden (in echt bin ich auch ein bissi stolz auf mich). Meine körperlichen Befindlichkeiten hatten in dieser Stunde keinen Raum und waren einfach verschwunden, das allein war die „Anstrengung“ wert.

Aber von meinem körperlichen Erlebnis mal ganz abgesehen, war es eine ganz neue und doch alte Erfahrung, ich fühlte mich in meine Kindheit zurückversetzt. Ich vernahm das Rascheln des Laubes, das Knacken der Äste unter meine Füßen und den Duft des Waldes, alles längst vergessene Dinge, die ich neu erfahren und erleben durfte. Ganz wie im Song „Abenteuerland“ von Pur, nur in meinem Fall war Markus der kleine Junge, der mich an die Hand nahm, mir zuwinkte, grinste und sagte: Komm hier weg, komm hier raus, komm ich zeig dir was, das du verlernt hast vor lauter Verstand…..

Besonders erwähnen muss ich auch die anderen teilnehmenden Läufer, die teilweise Marathon o.ä. laufen, sie haben nicht einen Moment durchklingen lassen, dass ihnen das Tempo zu lahm oder zu langweilig ist. Sie waren jede Sekunde rücksichtsvoll, wachsam und passten auf, dass keiner von uns verloren ging. Es war mir und meiner Freundin eine besonders große Freude. Herzlichen Dank!

An alle die, die es reizt, am kommenden Sonntag, 04.11.2018 beim Funny Trail teilzunehmen, sich aber aus diversen Gründen noch unsicher sind: Es ist für wirklich jeden machbar, viel besser noch es macht Spaß, Du wirst Deine Grenzen spüren und diese überwinden, denn Du bist nicht allein, gemeinsam sind wir stark!

Manuela Schmidt (Redaktion)

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